Ralf Majer-Abele
pet plus

Der Zoofachhandel im Testmodus

pet immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1996
Abonnement Print & Online
Angebot zum Kennenlernen
Direkt weiterlesen

Durch die Pandemie haben sich die Einkaufsgewohnheiten vieler Heimtierhalter verändert. Darauf muss der stationäre Zoofachhandel, ganz besonders die führenden Ketten, natürlich reagieren. Nicht nur in Deutschland. Im Gegenteil: In vielen Nachbarländern wird derzeit viel mehr als hierzulande getestet und ausprobiert, um den aktuellen Geschmack der Kunden künftig noch besser zu verstehen und zu treffen. Dabei sind mir drei Dinge aufgefallen:

1. Erlebnismärkte sind plötzlich wieder gefragt. Viele Kunden des stationären Handels sind anspruchsvoller geworden und erwarten in einem Fachmarkt mehr als nur ein dürftiges Grundsortiment, während sie im Internet aus einem riesigen Produktangebot wählen können. Und sie suchen auf der Fläche Erlebnis, schöne Tieranlagen und Inspiration für ihr Hobby. Ein gutes Beispiel stellt der neue Kölle-Zoo-Markt in Ulm dar, der auch in Corona-Zeiten die bisher umsatzstärkste Neueröffnung der Handelsgruppe hingelegt hat. Oder der neue Fressnapf XXL in Krefeld, der als einer von mehreren Prototypen dem etwas in die Jahre gekommenen Großflächen-Format der Fachhandelskette wieder neuen Schwung verpassen soll.

2. Nahversorgergeschäfte sind in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Homeoffice ebenfalls wieder im Trend. Ob Tom & Co. in Belgien, Fressnapf in Österreich oder Animalis in Frankreich: Europaweit testet der Zoofachhandel kleine Formate in Innenstadtlagen, Einkaufscentern oder in einwohnerstarken Stadtteilen, anstatt ausschließlich auf Fachmarktcenter und Shopping Malls auf der so genannten Grünen Wiese zu setzen.

3. Ein besonderes Augenmerk verdient auch ein Konzept, das die tschechische Plaček-Gruppe derzeit unter dem Namen „Zoomarket“ an sieben verschiedenen Standorten testet. Die zwischen 100 und 250 m2 großen Filialen befinden sich unmittelbar im Eingangsbereich von großen SB-Warenhäusern und sollen vor allem klassische „Lebensmittel-Kunden“ ansprechen, denen die Vielfalt des Fachhandels überhaupt nicht oder nur wenig vertraut ist. Die Geschäfte haben eine separate Kasse und verfügen über ein umfassendes Grundsortiment an Fachhandelsmarken in allen Tiergruppen. Ein ähnliches Konzept verfolgt übrigens auch die italienische Handelsgruppe Conad, die in über 80 ihrer SB-Warenhäuser Zoofachgeschäfte unter dem Namen Pet…

Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch