Negative Berichterstattung in den Medien zum Beispiel durch Kampfhunde beschäftigt Kommerzialrat Andreas Popper, den Vorsitzenden des österreichischen Fachhandels in der WKO (Wirtschaftskammern Österreichs). „Das schaukelt sich sehr auf und tut unserem Zoofachhandel unheimlich weh.“ Da müsste der Handel stärker gegensteuern und die positiven Wirkungen der Mensch-Tier-Beziehung fokussieren, etwa auf Social Media, meint Popper.
Ein riesengroßes Problem für den Handel seien Temu, Shein und Co. Europa schaffe sich mit der ganzen Überregulierung quasi selber ab. Österreich wie auch Deutschland hätten so hohe Standards gegenüber allen anderen, dass sie in der globalisierten Welt kaum noch eine Chance zu bestehen hätten, so Popper. Nicht ganz so schwarz sah Ralph Leitner, Geschäftsführer von Dogsworld in Neufelden. „Ich will nicht jammern: Vor 25 Jahren hat unser Familienunternehmen angefangen und es geht seit 25 Jahren bergauf.“ Es gebe zwar viel Bürokratie mit tausenden Auflagen, was gerade für kleine Betriebe schwierig sei, aber dem Zoofachhandel als Branche gehe es noch recht gut, meint Leitner. „Der Kunde ist bereit Geld auszugeben, wenn er eine ordentliche Beratung und Produkte bekommt.“

Dabei hilft ihm, dass er als Generalimporteur für Belcando in Österreich eine gut laufende, qualitativ hochwertige Marke vertritt. Zudem grenzt er sich mit handgefertigten Hundeboxen und -anhängern ab, wie sie kein anderer im Land bietet, und seit letztem Herbst noch mit einem Hundekompetenzzentrum: Dort gibt es Trainingsparcours außen und in einer geschützten Halle, die über den Winter schon ausgebucht war, mit Physiologieräumen, Tagungsräumen und einer Hundewaschanlage.
„Österreichische Snacks kommen hier sehr gut an“, erzählt Saeed Rafatipour, Geschäftsführer Das Futterhaus in Asten. Das Gleiche gelte für Tiefkühlware, Beddings und Heu aus der Region. Bei Katze sei Leonardo seine beste Marke, „und die Spanne passt auch“, gibt er zu. Dahinter „dreht sich Lucky Lou von Pets Nature sehr schnell und liegt nicht drei Wochen im Regal – das ist gut für uns Händler.“
Die Lage des Handels insgesamt sei etwas traurig, bekennt Rafatipour. „Aber unserer Branche geht es noch relativ gut.“ Trotzdem hat er zuletzt einen Postshop mit aufgenommen, weil er sich davon mehr Kundenfrequenz erhofft.
Regionale Produkte
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