Am 13. Mai verwandelte sich der Orijen-Stand in Halle 3A in ein Live Food Lab. Björn Swanson, Inhaber des Restaurant Norms in Berlin und bekannt aus „The Taste” und „Kitchen Impossible” sowie Ökotrophologe, Bestseller-Autor, Podcaster und TV-Moderator Achim Sam – beide selbst Hundebesitzer – wollten die Orijen-Zutatenphilosophie nicht nur erklären, sondern vor Ort erlebbar machen. Für Sam, der seit Jahren Food-Mythen entzaubert, war das Thema Tierernährung lange ein blinder Fleck – bis er für Orijen einen tieferen Blick in den Napf seiner beiden Corgis Foxy und Hörschi warf: „Je tiefer ich in das Thema eingetaucht bin, desto klarer wurde mir: Die Mechanismen sind dieselben wie bei der menschlichen Ernährung.” Die Bowl-Kreationen, die sie zubereiteten, basierten auf den Zutaten des Orijen-Original-Hundefutters – tierische Proteine aus Hering und Huhn, dazu Kurkuma, Linsen, Kürbis und Blaubeeren. „Ich habe mir die Orijen-Rezepturen genau angeschaut und daraus die Idee für Bowls entwickelt – also wirklich aus den Zutaten heraus gedacht. Wir haben den Gästen serviert, was die Hunde auch essen, aber aus der Fine Dining Perspektive umgesetzt – und klar, wir wollten auch ein bisschen irritieren“, verrät Swanson.

Die Premiummarke des kanadischen Herstellers Champion Petfoods setzt bei ihrem Trockenfutter für Hunde und Katzen auf einen besonders hohen Anteil tierischer Zutaten – die ersten fünf jeder Rezeptur stammen ausnahmslos aus rohem oder frischem Fleisch oder Fisch. Auf klassische Füllstoffe wie Kartoffeln, Mais oder Weizen wird bewusst verzichtet, produziert wird in eigenen Küchen in Kanada. Ein Gedanke, der auch dem Gourmet Swanson schmeckt und den Grundstein für die Kooperation legte. „Das ist für mich ein Match, weil ich in der Küche ähnlich denke: Wenn das Produkt gut ist, muss man es nicht verkleiden“, erklärt er.

Dahinter steckt das Ganze-Beute-Prinzip: Tiere fressen in freier Natur nicht nur Muskelfleisch, sondern das ganze Tier – also auch Innereien, Knorpel und Knochen. Orijen richtet seine Rezepturen konsequent an den biologischen Anforderungen von Hunden und Katzen aus. Wie Swanson dieses Konzept einschätzt? „Ich fand das sofort schlüssig, weil es vom Bedarf ausgeht. Bei uns hat sich beim Thema Ernährung in den letzten Jahren viel verändert. Ich reduziere seit Längerem Fleisch und Fisch, im Restaurant wie auch zu Hause – meine Kinder essen größtenteils vegetarisch“, erklärt der 42-jährige Berliner mit amerikanischen Wurzeln. „Bei Tieren kann man das aber nicht einfach übertragen. Katzen sind zum Beispiel obligate Karnivoren, die sind auf tierisches Protein angewiesen. Und auch Hunde haben einen ganz anderen Bedarf als wir. Wenn man das ernst nimmt, ergibt es Sinn, die Ernährung genau daran auszurichten.“

Die hohe Nährstoffdichte der Rezepturen hat einen praktischen Effekt: Weil der Anteil tierischer Zutaten hoch und der Kohlenhydratanteil vergleichsweise gering ist, brauchen Hunde und Katzen kleinere Portionen, um ihren Bedarf zu decken – mehr Nährwert pro Portion, weniger Futter insgesamt.











