DGHT kritisiert SPD-Antrag gegen Wildtierhaltung

04.04.2013
Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde hat einen kürzlich gestellten Antrag der SPD-Bundestagsfraktion deutlich kritisiert. Danach soll unter anderem die Einfuhr von Wildfängen und gefährlichen Arten verboten werden

Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) hat einen kürzlich gestellten Antrag der SPD-Bundestagsfraktion deutlich kritisiert. Laut dem Antrag der Sozialdemokraten soll unter anderem die Einfuhr von Wildfängen und gefährlicher Arten verboten werden. Untersagten werden soll auch der Import von Tieren, die gefährliche Krankheitserreger in sich tragen. Darüber hinaus fordert die SPD ein generelles Verbot des Verkaufs von Wildtieren bei Tierbörsen.
„Das Positionspapier nutzt diverse Vorwände, um ein Importverbot zu rechtfertigen, wie zum Beispiel eine hoch-stilisierte Infektionsgefahr durch Exoten. Fakt dagegen ist, dass nur bei unsachgemäßem Umgang mit Terrarientieren Infektionserreger übertragbar sind“, betont die DGHT. Die einseitige Darstellung verkenne dabei völlig die positiven Aspekte der Exotenhaltung wie die erfolgreiche Durchführung von arterhaltenden Nachzuchtprogrammen in Menschenobhut und die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an den Naturschutz. Laut DGHT sei auch das Problem der Fauna-Verfälschung durch ausgesetzte Tiere eine verschwindend geringe Gefahr.
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