BNA gegen Importverbot von Wildfängen

21.11.2013
Wie der Zentralverband der Zoologischen Fachbetriebe hat auch der Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz die Pläne der Koalitionsverhandlungsgruppe Umwelt und Landwirtschaft kritisiert

Wie der Zentralverband der Zoologischen Fachbetriebe hat auch der Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz die Pläne der Koalitionsverhandlungsgruppe Umwelt und Landwirtschaft zum Importverbot von Wildfängen kritisiert. Diese Forderung würde laut BNA deutliche Einschnitte für die Heimtierhaltung in Deutschland, vor allem für die Aquaristik und Terraristik, mit sich bringen. Der BNA habe den Parteien eine schriftliche Stellungnahme geschickt, in der ausführlich auf die Auswirkungen des geforderten Importverbotes hingewiesen sowie hervorgehoben wurde, dass ein Importverbot gegen geltendes EU-Recht verstoßen würde.
Während die CDU die BNA-Forderungen akzeptiert habe, hat die SPD diese laut dem Bundesverband jedoch abgelehnt. Komme es zu einer Regierungsbildung zwischen CDU und SPD, werde im Koalitionsbeschluss laut BNA daher der Satz stehen: „Wir verbessern den Wildtierschutz und gehen gegen Wilderei sowie den illegalen Wildtierhandel und deren Produkte vor. Handel mit und private Haltung von exotischen Tieren und Wildtieren regeln wir bundeseinheitlich. Import von Wildfängen soll grundsätzlich verboten und gewerbliche Tierbörsen für exotische Tiere untersagt werden.“
Aus Sicht des BNA löst ein Haltungsverbot jedoch keine Probleme in der Tierhaltung. Vielmehr sollten die Fachverbände zukünftigen Tierhaltern die Möglichkeit bieten, sich die für die Tierhaltung notwendigen Kenntnisse unbürokratisch anzueignen. Zudem sollte ein Qualitätsmanagement unter Tierschutzaspekten für Importeure und Großhändler eingeführt werden.
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