Der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) hat die Kampagne der Tierrechtsorganisation Peta gegen den Baumarktbetreiber Obi wegen des angeblichen Verkaufs von Kleintieren aus Massenzuchtanlagen heftig kritisiert (
petonline.de berichtete). "Aktionen gegen Zooabteilungen in Garten- und Baumärkten sollen den Eindruck vermitteln, dass es sich hierbei um Betriebe zweiter oder dritter Klasse handelt - in denen Tiere schlechter gehalten werden oder die Mitarbeiter schlechter qualifiziert sind, als in normalen Zoofachgeschäften", so der BNA. "In der Realität gelten jedoch für alle Zoofachabteilungen in Deutschland identische rechtliche Vorgaben in Bezug auf die Tierschutzrechtliche Genehmigungspflicht nach Paragraph 11." Mögliche Defizite im Zoofachhandel könnten daher nicht einfach an Bau- und Gartenmärkten festgemacht werden, sondern müssten im Einzelfall kritisch überprüft werden. "Dies ist vorrangig eine Aufgabe des Vollzuges, der aber aufgrund personeller und fachlicher Defizite häufig nicht in der Lage ist, seine Kontrollfunktionen adäquat zu erfüllen", kritisiert der BNA weiter.
Genauso sei der Vollzug auch gefordert, bei deutschen Großhändlern und Züchtern die Einhaltung der tierschutzrechtlichen Vorgaben zu überprüfen.