Der Veganuary motiviert jedes Jahr Menschen dazu, ihre Ernährungsgewohnheiten zu überdenken. Dabei rückt auch die Fütterung von Haustieren wie Hunden zunehmend in den Fokus. Eine aktuelle Untersuchung von sieben in Deutschland erhältlichen pflanzenbasierten Trockenfuttersorten zeigt: Hunde können auch auf pflanzlicher Basis bedarfsgerecht ernährt werden, sofern bestimmte Faktoren gegeben sind.
Die Untersuchung „Nutritional adequacy of plant-based dry dog food available in Germany“ wurde von Dr. Christine Jensen (Food Family Agency GmbH & Co. KG), Jule Tschiskale (Agrolab Lufa GmbH) und Prof. Dr. Ingrid Vervuert (Universität Leipzig) im Rahmen des ESVCN-Kongresses 2025 in Leipzig vorgestellt. Für die Untersuchung wurden sieben kommerzielle, als vollwertig deklarierte, pflanzliche Trockenfuttermittel auf ihre Nährstoffgehalte geprüft und mit den Empfehlungen der Fediaf (European Pet Food Industry Federation) abgeglichen.
Hieraus lassen sich drei Tipps für Hundehalter:innen ableiten. Erstens sei bei der Ernährung von Hunden nicht der Fleischanteil ausschlaggebend, sondern eine ausgewogene Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen, also mit Proteinen, essenziellen Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Eine pflanzliche Hundeernährung könne demnach funktionieren, wenn es sich um geprüfte Alleinfuttermittel handelt, die keine zusätzlichen Ergänzungen erfordern. Zweitens sei beim Wechsel zu einer pflanzlichen Fütterung eine schrittweise Umstellung über mehrere Tage hinweg empfehlenswert.
Drittens müssten individuelle Bedürfnisse beachtet werden, erklärt Mitautorin Jensen. „Grundsätzlich kann eine pflanzliche Ernährung für ausgewachsene, gesunde Hunde geeignet sein, sofern es sich um ein vollwertiges Alleinfuttermittel handelt.“ Für Welpen, trächtige oder säugende Hündinnen sowie Tiere mit besonderen gesundheitlichen Anforderungen sollte eine Futterumstellung jedoch nur in Rücksprache mit dem Tierarzt erfolgen.












