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Alles wird immer individueller

Individualisierung. Dieses Schlüsselwort war auf dem Heimtier-Kongress in Fulda immer wieder zu hören. „Wir müssen individuell auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen“, forderte ein Sprecher. Ein anderer Redner ging sogar soweit, von einer neuen Stufe der Individualisierung zu sprechen und dafür zu werben, den Kunden künftig besser zuzuhören und sie verstehen zu lernen.
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Alles richtig! Aber ist es nicht merkwürdig? Geht man durch deutsche Innenstädte, stößt man immer wieder auf die gleichen Kettenläden. Und auch Einkaufs-center und die darin vertretenen Geschäfte unterscheiden sich im Allgemeinen nur noch in feinen Nuancen. Im Zoofachhandel ist der Trend zur Vereinheitlichung ebenfalls deutlich erkennbar. Die meisten Märkte haben ein gemeinsames Erscheinungsbild, und das findet sich dann von Garmisch-Patenkirchen bis nach Stralsund. Individualisierung? Weniger! Verwundert es unter diesen Umständen noch, dass viele Menschen keine Lust mehr zum Einkaufen haben? Zumal sich gerade im viel gescholtenen, aber dennoch heiß geliebten Internet die Individualität, die im stationären Handel immer seltener wird, scheinbar unbegrenzt finden lässt. Auf dem Heimtier-Kongress wurden Beispiele für Kreativität im Netz aufgeführt: www.guut.de zum Beispiel, wo jeden Tag ein bestimmtes Produkt mit einem Rabatt zwischen 20 und 50 Prozent verkauft wird. Oder die Internetseite chocri.de, auf der man sich seine eigene Schokolade zusammenstellen lassen kann. Wenn schon nicht im Erscheinungsbild der Geschäfte, so deutet sich wenigstens bei der Kommunikation zwischen Handel, Industrie und Verbraucher mehr Individualisierung an. In einem Vortrag wies ein Redner darauf hin: "Der E-Commerce weiß schon jetzt alles über seine Kunden, Sie dagegen nichts", und meinte damit den stationären Handel. Das aber wird sich ändern. Weil immer mehr Fachhändler auch Online-Shops betreiben und weil Cross-Channel-Konzepte immer wichtiger werden, dürfte in den nächsten Jahren das Wissen über das unbekannte Wesen Endverbraucher auch in unserer Branche deutlich zunehmen. Bleibt zu hoffen, dass diese (neuen?) Erkenntnisse auch dazu genutzt werden, den eigenen Markenauftritt weiter zu verbessern. Ralf Majer-AbeleP.S. Das Marktforschungsinstitut Konzept & Markt und der Dähne Verlag haben jetzt eine Studie herausgebracht, für die 2.000 Heimtierbesitzer nach ihren liebsten Einkaufsstätten für Heimtierprodukte befragt wurden. Nähere Informationen bekommen Sie unter www.daehne.de/Studie_PETShop oder per Telefon unter 0 72 43/575-145. Download: Alles wird immer individueller (PDF-Datei)
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