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Ist Vielfalt Trumpf?

Seit Jahren ist ein Trend zu beobachten, der ganz offensichtlich in den letzten zwölf Monaten noch einmal deutlich an Fahrt zugenommen hat: Die Hunde- und Katzenfutterregale im Fachhandel werden bunter, zahllose neue Futtermarken kommen hinzu und machen sogar den bis dato gängigen Marken den Regalplatz streitig.
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Vor einigen Jahren noch war das vor allem nur bei kleineren, unabhängigen Zoofachhändlern zu beobachten. Sie wollten sich mit der Aufnahme von eher unbekannten Marken auch von den großen Mitbewerbern – allen voran „dem bösen Discounter“ – absetzen und ihre Kompetenz in punkto Hunde- und Katzenernährung unterstreichen. Doch heute sind die Hundehalter mehr denn je in Internetforen unterwegs, tauschen sich mit Gleichgesinnten aus und werden so auf Futtermarken aufmerksam, die der Fachhändler vor Ort eben noch nicht im Sortiment hat. Droht der Kunde dann damit, seinen Futterbedarf zukünftig im Online-Shop zu tätigen, ist der Händler meist gezwungen, sich die weitere Marke eben auch noch ins Regal zu holen. „Ist die neue Markenvielfalt gut oder schlecht für die Branche?“ Eine Vorgehensweise, die Licht und Schatten bietet: Da wäre zum einen die Vielfalt, von der auch die anderen Kunden des Ladens profitieren können, sowie eine oftmals höhere Verdienstspanne. Auf der Schattenseite des Ganzen aber steht der enorme Platzbedarf und die oftmals nicht so einfache Beschaffung – vor allem dann, wenn der Hersteller außerhalb der EU sitzt. Was macht der Händler also, wenn es hier nicht weitergeht? Er wird entweder sein eigener Großhändler und bietet das Ganze auch noch Mitbewerbern in der Region an. Oder – der Kern der Sache! – er geht zu seinem bisherigen Großhändler und legt ihm die Beschaffung der speziellen Marken nahe. Dass dieses Vorgehen funktioniert, sieht man an der Markenvielfalt vieler Großhändler in Deutschland. Da stehen längst nicht nur mehr „die Großen“ der Branche im Angebot. Davon profitieren dann viele weitere andere Zoofachhändler, die wiederum auf die kleinen Marken aufmerksam werden – längst hat diese Entwicklung eine Eigendynamik bekommen. Erst kürzlich berichtete mir ein niedersächsischer Großhändler am Telefon, dass diese Entwicklung maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass einige der großen Anbieter von Hundenahrung deutlich an Marktanteil verlieren und häufig unter Zugzwang geraten. Ich bin mir an dieser Stelle nicht sicher: Ist diese Entwicklung gut oder schlecht für die Branche? Was ist Ihre Meinung? Schreiben Sie mir. Ihr Philipp GardeminDownload: Ist Vielfalt Trumpf? (PDF-Datei)
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