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Zwei Drittel aller Briten besitzen eine eigene Immobilie. Gleichzeitig gibt es nirgendwo in Europa so viele Gartenteiche wie in dem Inselstaat. In Deutschland zählen nicht einmal die Hälfte aller Einwohner zu den Besitzern einer Eigentumswohnung oder eines eigenen Hauses. Entsprechend niedriger ist die Zahl der Teichbesitzer. Wird sich dies in Zukunft ändern? Historisch niedrige Zinsen und der weit verbreitete Wunsch nach einer stabilen Wertanlage sorgen dafür, dass in Deutschland seit Jahren eine große Nachfrage nach Immobilien herrscht. Viele der neuen Hausbesitzer werden sich auf ihrem Grundstück auch einen Gar­tenteich anlegen. Das ist gut für die Branche, die in den vergangenen beiden Jahren aufgrund von unvorhergesehenen Wetterkapriolen nur wenig zu lachen hatte. Die Immobilien, die heute erworben werden, sind aufgrund der hohen Kaufpreise allerdings zumeist kleiner als noch vor 20 oder 30 Jahren. Deshalb werden auch die meisten künf­tigen Teiche nicht mehr ganz so groß ausfallen. Und das wiederum erklärt auch, warum die Nachfrage nach großen Koi Jahr für Jahr zurückgeht. Eine aktuelle Leserumfrage des im Dähne Verlag erscheinenden Magazins „Gartenteich“ hat nun ergeben, dass nur 40 Prozent der Teichbesitzer überhaupt Fische in ihrem Teich halten. Etwas mehr als die Hälfte davon sind Koi. Da ist noch einiges an Potenzial nach oben vorhanden. Offensichtlich ist die Botschaft, dass ein Teich am schönsten ist, wenn er durch ­Fische belebt wird, bei vielen Teichbesitzern noch nicht angekommen. Das ist längst nicht die einzige Aufgabe, der sich die Teichbranche in den kommenden Jahren annehmen muss. Das Hobby ist immer noch zu kompliziert, und für einige Probleme gibt es noch immer keine überzeugenden Lösungen. Noch klagen zu viele Teichbesitzer über regelmäßig auftauchende Algenprobleme, die sie nicht in den Griff bekommen. Auch auf die Frage, wie Graureiher dauerhaft vom Gartenteich ferngehalten werden können, fällt vielen Teichbesitzern ebenfalls noch keine überzeugende Antwort ein. Immer wieder erzählen mir Teichbesitzer, dass sie sich von ihrem Hobby verabschiedet haben, weil sich die kecken Flieger immer wieder wertvolle Fische aus dem Teich schnappten. Das kann der Teich­branche nicht gleichgültig sein. Bleibt noch das Thema Wetter. Der Teichbranche war es in den letzten Jahren im Frühling oft zu kalt und im Sommer dafür zu heiß. Doch daran kann leider die findigste Firma nichts ändern! Weswegen auch in diesem Jahr Handel und Industrie wieder…
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