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Interview

"Die Terraristik hat eine Zukunft"

Peta verschärft den Druck auf die Heimtierbranche. Der neue BNA-Geschäftsführer Walter Jacksch fordert deshalb im Gespräch mit pet die Heimtierbranche dazu auf, noch stärker in die Offensive zu gehen.
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Wenn man die allgemeine Berichterstattung über das Thema Reptilienhaltung verfolgt, hat man den Eindruck, dass Peta in der Öffentlichkeit weitaus stärkeres Gehör findet als die Vertreter der Heimtierbranche. Was macht die Heimtierbranche da falsch?

Peta arbeitet mit Schockbildern und publicityträchtigen Aktionen, die gezielt auf das Erreichen möglichst hoher öffentlicher Aufmerksamkeit gerichtet sind. Eine objektive Darstellung des Themas ist eher zweitrangig, um nicht zu sagen einer breiten Öffentlichkeitswirkung eher abträglich. 
Es ist ein allgemein bekanntes Phänomen, dass derartige Aktionen in der Öffentlichkeit weitaus mehr Aufmerksamkeit erfahren, als ein sachlicher Bericht, der ein Thema von allen Seiten objektiv betrachtet. Die Heimtierbranche kann nur auf sachlicher Ebene reagieren und agieren. Von daher würde ich sagen, dass hier bei der reinen Öffentlichkeitsarbeit grundsätzlich nichts falsch gemacht wird. 
Was sollte die Heimtierbranche in Zukunft tun?
Auch wenn die Heimtierbranche in den letzten Jahren schon einiges getan hat, muss sie unseres Erachtens noch mehr in die Offensive gehen, noch mehr für das Wohl der Tiere tun. Deswegen unser Vorschlag des gemeinsamen Aktionsplanes, verbunden mit einer effektiven Öffentlichkeitsarbeit.

Wie soll ein solcher Plan konkret umgesetzt werden?

Vertreter von Handel, Industrie und den Verbänden müssen sich zusammensetzen und gemeinsam koordinierte Maßnahmen zur Verbesserung des Tierschutzes entwickeln und durchführen. Ein wichtiger Punkt ist nach Ansicht des BNA die Sachkunde sowohl beim Handel, als auch beim Halter. 
Sachkunde ist Tierschutz! Ebenso kann ein Qualitätssiegel/-label Handel und Halter eine sichere Auskunft darüber geben, dass gewisse Standards zum Wohl der Tiere eingehalten werden/wurden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist eine Selbstbeschränkung des Handels ernsthaft zu prüfen. Wichtig ist, dass diese Maßnahmen koordiniert und gemeinsam mit möglichst allen Beteiligen erfolgen.

Wie soll eine Selbstbeschränkung des Handels in der Terraristik konkret aussehen?

Bei den Selbstbeschränkungen kommt sowohl dem Import als auch dem lokalen Zoofachhandel eine wesentliche Rolle zu, denn erfahrungsgemäß werden die Tiere im Zoofachhandel eher von Einsteigern erworben. Aus diesem Grund wäre es sinnvoll, die dort angebotenen Arten gezielt auf diese Kundengruppe und deren Kenntnisstand abzustimmen.
Als geeignete Diskussionsgrundlage für eine mögliche Selbstbeschränkung des Zoofachhandels können hier die "Heidelberger…
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