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Dr. Ralf Spangenberg

Tierliebe kostet Zeit

Welches Tier ist das passende für den Kunden? Zoofachhändler haben es meist nicht leicht, dem Kunden, das passende Heimtier zu vermitteln. Dr. Rolf Spangenberg erklärt drei verschiedene Typen von Heimtierhaltern, die jeder Zoofachhändler kennen sollte.
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Tiere im menschlichen Heim sind Freudenbringer, schenken Zufriedenheit, kosten auch etwas Geld und machen bei der Betreuung Arbeit. Manche Tierfreunde möchten den ganzen Tag an den Gehegen herumsitzen, andere wollen sich zwar an ihren Gefährten erfreuen, scheuen aber die Mühen bei der Versorgung - man hat ja keine Zeit!

Füttern und Säubern

In aller Regel wird mit Ihnen diskutiert, was das nun alles kostet, wo man es in der Wohnung oder dem Haus unterbringen kann, doch seltener, wie viel Arbeit auf einen zukommt. Das ist besonders wichtig, wenn es um Tiere geht, die für die Kinder bestimmt sind. Erfahrene Mütter wissen, am ersten Tag wird der Käfig von den Kleinen zweimal gereinigt, in der kommenden Woche einmal und dann beschränkt sich die Betreuung auf das Liebhaben und allenfalls Füttern und Tränken. Deshalb will man berechtigterweise von Ihnen wissen, welche Arbeiten bei der Betreuung eines Heimtieres auf den Halter mindestens zukommen. Da gibt es einige allgemeine Regeln: Je größer, desto weniger Arbeit! Ein 60-Liter-Aquarium macht mehr Mühe und ist schwieriger zu steuern als ein dramatisch großes Schaubecken. Die beiden Wellensittiche in Omas altem Käfig wollen und müssen häufiger versorgt werden als die vernünftig große Voliere mit einem Schwarm voller Vögel. 

Drei Typen 

Nun gibt es mindestens drei Typen von Heimtierhaltern, die Sie als Zoofachhändler gut auseinanderhalten müssen. Da ist erst einmal das Elternpaar, das dem Drängen seiner Sprösslinge endlich widerwillig nachgegeben hat und genau weiß, dass es letztendlich die Oberaufsicht für das Wohlergehen der Tiere übernehmen muss. Sie kennen ihre Kinder und wissen, dass deren Begeisterung aufflammt und bald wieder verschwindet. Die pünktliche Fütterung und das Tränken müssen immer gewährleistet sein. Die Reinigung der Gehege lässt sich dagegen schlimmstenfalls - wenn unbedingt erforderlich - durch Anordnung ("Wenn nicht, wird das Fernsehen gestrichen!") durchsetzen. Bewährt hat es sich, wenn die Eltern - vor der Anschaffung der Tiere - einen präzisen Plan aufstellen, was wann von wem zu erledigen ist. Also wann Totalreinigung, wann Auswechslung des Bodengrundes, wann Putzen der Scheiben und Weiteres. Dabei müssen Sie helfen, denn nur Sie wissen, was getan werden muss, damit es den Tieren gut geht und das Gehege sich in die Wohnung, das Kinderzimmer einfügt. Jetzt ist auch der Moment gekommen, in dem die Kinder sich verpflichten müssen, ihre künftigen Lieblinge angemessen zu versorgen.
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