Ralf Majer-Abele
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Editorial

Spannende Zeiten

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Die Heimtierbranche ist stark in Bewegung. Hersteller entwickeln neue Konditionensysteme (Royal Canin), tüfteln an selektiven Vertriebsmodellen (Interquell) oder wachsen durch neue Akquisitionen (Nestlé, Mars und Spectrum Brands). Im Zoofachhandel werden Übernahmen einzelner Standorte im Kampf um Marktanteile immer häufiger. Und im Online-Handel zeigt sich am Beispiel Pets Deli, dass auch in diesem erfolgsverwöhnten Vertriebskanal der Erfolg seine Grenzen hat."Die Heimtierbranche im Umbruch": der Titel des diesjährigen Heimtier-Kongresses, der am 17. und 18. Oktober erstmals in Köln stattfindet, bringt die derzeitige Branchenentwicklung auf den Punkt.Ständigen Wandel ist man ja in der Heimtiernahrungsindustrie gewohnt. Beim Geschäft mit Hunde- und Katzenfutter kristallisieren sich derzeit einige fundamentale Trends heraus, die die bisherige Marktlandschaft radikal verändern. Nummer 1: Die großen All-Kanal-Marken verlieren im Fachhandel tendenziell an Boden. Nummer 2: Ständig neue Anbieter sorgen dafür, dass der Markt immer unübersichtlicher wird. Nummer 3: Produkte für Barfer, naturnahe Heimtiernahrung und zunehmend auch Bio sind keine Eintagsfliegen, sondern bleiben dauerhaft gefragt.
 Auch im Zubehörbereich kündigen sich einschneidende Marktveränderungen an. Die Eigenmarken der großen Fachhandelsgruppen, vor allem von Fressnapf, erobern in dieser Warengruppe immer mehr Marktanteile. Die Blauen aus Schleswig-Holstein, Trixie, sind beim Zubehör allein auf weiter Flur Marktführer und wollen diese Position mit einer zugkräftigen Zweitmarke noch ausbauen. Die Grünen aus Westfalen, Karlie, waren lange Zeit unbestritten die Nummer zwei am Markt, haben aber ihre starke Position auf absehbare Zeit erst einmal verloren. Durch den Abstieg von Karlie ist ein Vakuum entstanden, das Firmen wie Hunter, Wolters und andere zu füllen versuchen. Mit Beeztees, Laroy Duvo und Agrobiothers stehen zudem neue Anbieter aus dem benachbarten Ausland in den Startlöchern, um ihre Position auf dem deutschen Markt ausbauen zu können.Spannende Zeiten! Dabei steht der "heiße Herbst" mit seinen zahlreichen Messen und anderen Events erst noch bevor. Spätestens dann und erst recht im Lauf des kommenden Winters werden sich dann auch einige Firmen, von denen derzeit so gut wie gar nichts zu…
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