Heimtier-Kongresse
Gebannt verfolgten die Branchen­experten die Vorträge und Diskussionen
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Handel

"Likes bezahlen keine Rechnung"

Die Kundenbindung in Zeiten der Digitalisierung war der rote Faden im Programm des Heimtier-Kongresses in Hamburg. Neben vielen gelungenen Beispielen wurde vor allem auch klar, dass es mancherorts noch viel ungenutztes Potenzial gibt.
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Die Kundenbindung ist das wohl immer noch wichtigste Instrument des Zoofachhandels - das machten gleich zu Beginn des Heimtier-Kongresses Stefan Schneider von netzwerk-handel sowie Lea Drusio und Hubert Wieser von Nestlé Purina deutlich. "Der Kunde von heute bewegt sich online und offline und will mit der für ihn exakt passenden Nachricht erreicht werden", führte Hubert Wieser aus. Er betonte, dass das Wissen über den Kunden nie so detailliert war wie heute. Dies ermögliche den Unternehmen beispielsweise, mit spezifischen Produkten Mehrwerte zu schaffen. Als gelungenes Beispiel führte Hubert Wieser schließlich Tails.com an, wo bereits dem Heimtierbesitzer personalisiertes Futter angeboten wird.

Online und seine Möglichkeiten

Den Einstieg in das Digitalthema verschaffte der junge Charles Bahr mit seinem viel beachteten Beitrag, wie die Heimtierbranche Teenager im digitalen Zeitalter optimal anspricht. Die so genannte Generation-Z sei demnach hungrig nach Informationen, kommuniziere ungefiltert, ehrlich und ungezwungen. Sie erreiche man mit Markenbotschaften vor allem auf Onlinekanälen wie TikTok und Twitch. Doch der junge Unternehmer warnte auch vor falschen Erwartungen: "Ein Like ist in der Generation-Z nichts mehr wert."
Direkt aus der Praxis schlossen sich dem Thema Julia Johannsen von Das Futterhaus und Maria Broberg von der Agentur strg. an. Sie stellten zuvor mit der Digitalkampagne "Wir verstehen Tiere" den Menschen in den Fokus, mit dem Ziel, die Markenbekanntheit zu steigern. Dabei wurden über Facebook rund sechs Mio. Nutzer angesprochen, die Wiedererkennung und Markenbekanntheit abgefragt und schließlich 120.000 Profil-Informationen ausgewertet.
Noch ein Schritt weiter in Richtung der Nutzung von Big-Data ging dann Michael Hurnaus von Tractive, der die Daten aus dem Bewegungstracking von Hunden und Katzen auswertet. Mit den Daten können beispielswiese Versicherungen angeboten werden, wenn der Hund auf Reisen geht. Ebenso individuelles Futter, wenn der Kalorienverbrauch bekannt ist.
Marco Hierling von Alphapet betonte in diesem Zusammenhang, dass sich die Kaufkraft der mit dem Internet aufgewachsenen Generation-Y gerade erst herausbilde, und bezeichnete die Digitalisierung als den wohl wichtigsten aktuellen Markttrend.
 

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