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Das Bild im stationären Fachhandel wird noch lange von der Pandemie geprägt sein. Foto: Anrita1705, Pixabay
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Ein Umdenken findet statt

Welche Lehren und Folgen zieht der Einzelhandel aus der Corona-­Pandemie? Dieser Frage ist ibi-Research in einer im Dezember veröffentlichten Studie nachgegangen.
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Die Corona-Pandemie ist zum Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Der Einzelhandel hat schon durch die Schließungen im März und April stark gelitten. Doch welche Lehren haben Handelsunternehmen gezogen? Wo wurden Defizite festgestellt und mit welchen Erwartungen blicken die Händler nach vorne? Elisabeth Rung, Sabine Pur, Dr. Ernst Stahl und Nils Deichner haben dazu stationäre Händler sowie Multikanal- und Onlinehändler im September und Oktober 2020 befragt. Der Fragebogen wurde 859-mal aufgerufen, ausgewertet wurden die Ergebnisse aus 205 Fragebögen. Teilgenommen haben Einzelhändler quer durch alle Branchen. Ein stationäres Ladengeschäft betreiben 78 Prozent der Teilnehmer, 55 Prozent einen Online-Shop, manche davon parallel zum stationären Handel. 16 Prozent der rein stationären Händler, planen der Umfrage zufolge die Installation eines eigenen Onlineshops, 25 Prozent denken über die Nutzung eines Online-Marktplatzes (z.B. Amazon oder E-Bay) nach.
Als unmittelbare Folge der Auswirkungen der Corona-Pandemie, gaben Händler an, Defizite in den Bereichen "Social-Media-Aktivitäten" (45 Prozent) und der "Digitalen Sichtbarkeit" (40 Prozent) festgestellt zu haben. Damit einher geht das Vorhaben von rund der Hälfte der Befragten, ihre IT-Infrastruktur ausbauen und vermehrt in das Marketing investieren zu wollen.

Unterstützung in der Krise

Ein wichtiger Punkt für die befragten Händler war auch die Frage, von welchen Gruppen sie sich am besten unterstützt gefühlt haben, als sie sich in der Krise befanden. Während dabei die eigenen Mitarbeiter, zum Beispiel durch Überstunden, mit zusammen 68 Prozent (47 Prozent "stark unterstützt", 21 Prozent "etwas unterstützt") den größten Anteil haben, nehmen die Banken, zum Beispiel durch Kreditstundung, mit elf Prozent ("stark unterstützt") und 15 Prozent ("etwas unterstützt") den letzten Platz ein. Recht gut kommen aber auch die Lieferanten mit zum Beispiel verlängerten Zahlungszielen (22 und 28 Prozent) und die Kunden durch zum Beispiel Gutscheinkauf (18 und 21 Prozent) weg.
Die Anbieter physischer Produkte wollen nun ihre Erfahrungen aus der Krise nutzen, im Hinblick auf die Lieferantenstruktur und den Versand Anpassungen vorzunehmen. So gaben 24 Prozent an, ihr Warenlager auszubauen und die Sicherheitsbestände zu erhöhen. Während 19…
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