österreichische Heimtierbranche,Verkaufsteam von Fressnapf
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Gute Laune beim Verkaufsteam von Fressnapf in Wiener Neudorf: Die Pandemie führt zu Rekordumsätzen im österreichischen Zoofachhandel.
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Heimtiere boomen

Ähnlich wie in Deutschland bescherte auch in Österreich die Corona-Pandemie der Heimtierbranche einen starken Aufschwung.
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Viele Menschen haben in der Pandemie mehr Zeit. Sei es, weil sie von zu Hause arbeiten oder weil sie sich in Kurzarbeit befinden. Hinzu kommt, dass Ausgehen, Verreisen sowie der Besuch von Sport- und Kulturveranstaltungen in Corona-Zeiten fast zum Erliegen gekommen sind. Was tun also die Menschen in ihrer freien Zeit? Sie bleiben überwiegend zu Hause und machen es sich dort so schön wie möglich: Sie renovieren ihr Eigenheim oder ihre Mietwohnung, sie investieren in ihren Garten, und sie widmen sich verstärkt ihren Heimtieren oder schaffen sich neu welche an. Brigitte Lueger-Schuster, Leiterin der Arbeitsgruppe Psychotraumatologie an der Universität Wien, meint gegenüber der Wirtschaftszeitung "Der Standard", dass ein wichtiger Grund für das gestiegene Interesse an Haustieren die Suche nach Beschäftigung darstellt.

Heimtiere gefragt

Im Nachbarland Deutschland soll die Zahl der Hunde im vergangenen Jahr um bis zu 20 Prozent gewachsen sein. Auch in Österreich dürfte die Heimtierhaltung durch Corona einen gewaltigen Schub bekommen haben, auch wenn es dazu keine genauen Daten gibt. Tierheime berichten allerdings seit dem Ausbruch der Pandemie von einer verstärkten Nachfrage nach Fellnasen. Allein im Tierheim Hallein seien im vergangenen Jahr um die 200 Hunde abgegeben worden, berichtet die Tageszeitung "Salzburger Nachrichten". Auch Katzen, Schildkröten und andere Heimtiere seien sehr gefragt gewesen. Auf über 4 Mio. wird die Zahl der Heimtiere in 2020 geschätzt. Das sind eine halbe Million mehr als vor Corona. Vor allem Singles und Paare, so ist zu hören, haben sich für die Anschaffung von tierischen Haus- und Wohnungsgenossen entschieden."Den größten Zuwachs gab es bei Katzen", sagt Hermann Aigner, Österreich-Chef des Handelsunternehmens Fressnapf, gegenüber dem Online-Portal Oe24. Er schätzt, dass derzeit gut zwei Mio. Katzen in Österreichs Haushalten leben - fast 200.000 mehr als noch im Vorjahr. Die Zahl der Hunde beziffert er auf 900.000 - das sind 100.000 Tiere mehr als im Jahr davor.
Von der Motivation der Österreicher, sich Heimtiere anzuschaffen, profitiert ganz besonders der Zoofachhandel. Egal mit wem man aus der Branche spricht: Nahezu alle bestätigen, dass die Umsätze im Corona-Jahr 2020 deutlich nach oben gegangen seien. Im stationären Handel waren die Gewinner vor allem die großen Ketten. Europas führender Zoofachhändler Fressnapf hat in Österreich überdurchschnittlich hohe Zuwächse in Höhe von 18,2 Prozent auf 215 Mio. Euro erzielt, europaweit…
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