Auszubildende im Fachhandel
Motivierte junge Menschen sind eine Bereicherung des Fachhandels.
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Verkaufstrainer Hans-Günter Lemke

Nachwuchsarbeit im Handel

Viele Händler beklagen, keine oder zu wenige Auszubildende für ihren Betrieb zu bekommen. Verkaufstrainer Hans-Günter Lemke hat sich seine Gedanken dazu gemacht.
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Die Erwartungshaltung der Händler an die meist jungen Leute ist sehr groß. Auch gibt es oft Missverständnisse auf beiden Seiten. So wird vom Auszubildenden erwartet, dass er zuverlässig, lernbereit, selbstständig, belastbar, sorgfältig, kreativ, flexibel, kritikfähig und konzentriert ist. Um jüngere Menschen aber für einen Beruf im Verkauf zu begeistern, sollte man sich erst einmal mit ihren Erwartungen auseinandersetzen. So stehe einer Studie zufolge an erster Stelle der Wunsch, gut und sicher auf den Berufsalltag vorbereitet zu werden. Weitere wichtige Punkte für junge Leute im Betrieb sind demnach, dass sie im Betrieb mitarbeiten können, nicht nur Hilfstätigkeiten übernehmen und die Ausbildung praxisnah sein soll. "Ich möchte einen festen Ansprechpartner haben, an den ich mich bei Fragen und Problemen wenden kann", wurde ebenso genannt, wie auch: "Es sollen mir Entwicklungsmöglichkeiten im Betrieb für den späteren Beruf aufgezeigt werden." Weitere Punkte sind eine angemessene Vergütung und eine anspruchsvolle, abwechslungsreiche Tätigkeit. Es gilt also, dass der Ausbilder von Anfang an, Perspektiven aufzeigt und respektvoll mit "den Neuen" im Betrieb umgeht. Ebenso entscheidend ist, dass Auszubildende oftmals auch nach der Ausbildung im Betrieb bleiben wollen.
Doch wie kommt der Händler überhaupt an Auszubildende? Der klassische Weg sind immer noch die regionalen Tageszeitungen. Doch junge Leute setzen sich vor allem mit sozialen Netzwerken auseinander. Deshalb sollten auch diese Kanäle für die Mitarbeitersuche genutzt werden. Eine andere Möglichkeit ist es, unter den eigenen Angestellten nachzufragen, wer Kinder im entsprechenden Alter hat, mit Interesse an einer Ausbildung. Auch sind viele Schüler und Studenten gerne bereit, in einem Unternehmen ein Praktikum zu absolvieren. Um sie zu finden, ist es ein guter Weg, die Schulen in der Region zu kontaktieren.

Der Ausbilder als Vorbild

Der Umgang mit den jungen Menschen ist entscheidender als je zuvor. Eine gute Führung, Respekt gegenüber den neuen Mitarbeitern und vor allem ein Vorleben der Grundsätze kann dazu beitragen, dass der Auszubildende sich wohl fühlt und dadurch auch gute Leistungen bringt. Die Führungskraft ist gleichzeitig Coach und Vorbild.
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