Wer verstehen will, wie Hunde ­ernährt werden, muss mehr ­betrachten als das Hauptfutter. 
Wer verstehen will, wie Hunde ­ernährt werden, muss mehr ­betrachten als das Hauptfutter. 
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Füttern für ein gutes Gefühl?

Geschmack, Alltag, Fürsorge, Sicherheit und gemeinsame Rituale – zwischen bewährten Produkten und neuen Ernährungstrends entstehen Chancen für die Heimtierbranche.
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Morgens Trockenfutter, später ein Kauartikel und beim Training ein paar Leckerli. Wer verstehen will, wie Hunde ernährt werden, muss mehr betrachten als das Hauptfutter. Dabei spielen persönliche Vorstellungen mit: Was schmeckt meinem Hund? Was tut ihm gut? Woran erkenne ich, dass ich die richtige Wahl treffe? Für den Rudelreport „Ernährung und Gesundheit“ wurden 601 Hundehalter zu Ernährung und Gesundheit befragt.

77 Prozent möchten ihren Hund ebenso hochwertig ernähren wie sich selbst. Gleichzeitig sorgen sich 48 Prozent, dass Tierfutter ungesunde Inhaltsstoffe enthalten könnte. Anspruch und Unsicherheit liegen also nah beieinander. Psychologisch ist das nachvollziehbar: Wer für ein Tier entscheidet, das seine Bedürfnisse nicht erklären kann, sucht nach Anhaltspunkten für eine gute Versorgung. Zutaten, Empfehlungen oder die Reaktion des Hundes können dabei Orientierung geben.

Was ein Futter mitbringen muss, ist zunächst recht handfest: Geschmack nennen 68 Prozent, Qualität 63 Prozent und Preis 42 Prozent als wichtige Produkteigenschaften. Rezeptur beziehungsweise Zusammensetzung folgen mit 29 Prozent, die Packungsgröße mit 28 Prozent. Die Entscheidung fällt also nicht allein über Zutaten. Das Futter muss auch angenommen werden, bezahlbar bleiben und praktisch sein.

Nachhaltigkeit ist dagegen kein Selbstläufer. Nur 15 Prozent zählen nachhaltige Herstellung zu ihren drei wichtigsten Kaufkriterien, Umweltfreundlichkeit bei der Verpackung spielt sogar nur für 4 Prozent eine Rolle. Für Futteranbieter stellt sich die Frage, wie sich Nachhaltigkeit mit einem unmittelbar erkennbaren Nutzen verbinden lässt. Als alleinigen Kaufanreiz sollte man sie nicht voraussetzen.

(Quelle: Rudelreport)

Vielfalt gehört dazu

Trockenfutter nennen 81 Prozent, Nassfutter 62 Prozent der Befragten als Fütterungsform. 27 Prozent kochen selbst für den Hund, 20 Prozent geben Reste der eigenen Mahlzeiten und 15 Prozent füttern roh beziehungsweise nach dem Barf-Prinzip. Mehrfachnennungen waren möglich. Die Zahlen beschreiben deshalb keine getrennten Lager, sondern einen Alltag, in dem verschiedene Formen nebeneinander vorkommen.

Bei den Proteinquellen bleiben vertraute Zutaten wichtig. Geflügel liegt mit 65 Prozent vor Rind mit 62 Prozent. Insektenprotein nennen dagegen 4 Prozent. Pflanzliche Proteinquellen kommen bei 13 Prozent vor, ausschließlich vegan füttert aber nur 1 Prozent. Eine alternative Zutat auszuprobieren bedeutet noch keine komplette Ernährungsumstellung. Neue Produkte könnten…

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