Die Filiale im Linzer Norden hat ein großes Einzugsgebiet.
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Fressnapf

Qualität hat höheren Wert

Nähe als Konzept könnte man die erfolgreiche Arbeitsweise des Fressnapf im Norden von Linz beschreiben – intern wie auch im Umgang mit den Kunden. 
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Seit 16 Jahren ist Fressnapf in der Linzer Johann-Wilhelm-Klein-Straße präsent – heute als Future Store mit 460 m2 Fläche und einem Einzugsgebiet, das weit ins nördliche Umland reicht. Zum Vollsortiment gehören natürlich Hund und Katze, Nager, Aquaristik, Vögel, Wildtiere, und ein wenig Reptilien – Futtertiere nur auf Vorbestellung. Dazu gibt es eine Tiefkühltheke mit Barfnahrung und entsprechende Beratung.

Sieben Mitarbeiter:innen, darunter ein Lehrling und drei Teilzeitkräfte, hat er, berichtet Filialleiter Christoph Leidinger, der „lieber draußen bei der Kundschaft als im Büro“ ist. Das zahlt sich anscheinend aus: „Viele Stammkunden kommen nicht nur herein, schnappen sich ihre Produkte und sagen tschüss.“ Vielmehr würde er oft sogar miterleben, wie sich im Laufe der Jahre die Kinder – oder die Haustiere – entwickeln.

Dass Nähe auch nach innen gilt, zeigt die Personalarbeit: Fressnapf bildet aus, wo die Filiale es zulässt, und bindet Lehrlinge mit Ausflügen, Lehrlingstagen in der Zentrale und Prämien, führt District Managerin Erdmuthe Meyhöfer aus. Mit Versprechen gelockt würde aber nicht, „wir überzeugen lieber mit Taten, dass es ein cooles Unternehmen und eine tolle Branche ist.“ Schließlich sei es nie langweilig und kein Tag wie der andere.

Mitarbeiterin Sarah H. mit Erdmuthe Meyhöfers Hund Flausi an der großen Snackbar. 
Mitarbeiterin Sarah H. mit Erdmuthe Meyhöfers Hund Flausi an der großen Snackbar.  (Quelle: Dähne Verlag, Mengedoht)

Viele spätere Filial- und Gebietsleitungen kommen aus den eigenen Reihen, manche Mitarbeiter gehen nach Jahrzehnten bei Fressnapf in Pension – „das spricht für das Unternehmen“. Außerdem höre die Geschäftsleitung auf Mitarbeiter von der Fläche, „ob in Krefeld oder Österreich, die hören zu.“ Dabei arbeitet Fressnapf in der Alpenregion, anders als in Deutschland, fast komplett ohne Franchisepartner.

70 bis 80 Prozent des Umsatzes entfallen auf Hund und Katze – und hier beobachtet Meyhöfer einen klaren Wandel: „Qualität hat mittlerweile einen hohen Wert, das merkt man auch in der Beratung. Die Kunden sind informierter.“ Günstig allein läuft nicht mehr, gefragt sind etwa getreidefreie Rezepturen oder Lösungen bei Allergien, pflichtet Leidinger bei. Das verlangt kontinuierlich geschulte Mitarbeiter.

Stark gewachsen ist zudem das Wildvogelsortiment, inzwischen ganzjährig relevant und längst nicht mehr nur in der Stadt: „Gefühlt hat jeder Dritte ein Vogelhaus auf dem Balkon“, hat Meyhöfer beobachtet. Außerdem läuft Regionales wie Heu, Kauartikel und Katzengras gut. 

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