Die Katze bleibt das beliebteste Heimtier der Deutschen – und ihr Futter das größte Segment im Markt: 15,7 Millionen Katzen lebten im vergangenen Jahr in 24 Prozent der Haushalte, gefolgt vom Hund mit zehn Millionen Tieren. Da in 43 Prozent der Katzenhaushalte zwei oder mehr Tiere leben, ist die Basis für eine stabile Nachfrage breit.
Wie Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) und Zentralverband der Heimtierbranche (ZZF) meldeten (siehe pet 6-7/2026), behauptete sich Katzenfutter mit gut 2,3 Milliarden Euro Umsatz im stationären Handel und einem Plus von 1,3 Prozent als größtes Futtersegment. Feuchtfutter kam auf rund 1,6 Milliarden Euro (plus 1,1 Prozent), Trockenfutter auf 379 Millionen Euro (plus 0,5 Prozent) – und Snacks einschließlich Katzenmilch legten mit 380 Millionen Euro und plus 3,0 Prozent am kräftigsten zu.
Dass dies kein Zwischenhoch ist, sondern ein Trend mit Perspektive, legt der Report „Größe und Marktanteil des deutschen Heimtiernahrungsmarktes – Analyse von Wachstumstrends und Prognose (2026-2031)“ des internationalen Marktforschungsunternehmens Mordor Intelligence nahe. Demnach wächst der deutsche Heimtiernahrungsmarkt von 6,7 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf rund 7,0 Milliarden Euro (nach eigener, breiterer Marktabgrenzung) in diesem Jahr – und soll bis 2031 bei einer jährlichen Wachstumsrate von 4,74 Prozent auf rund 8,8 Milliarden Euro klettern. Deutschland bleibt damit das größte nationale Segment der europäischen Heimtierpflege. Und mittendrin die Katze: Nach Tierart führte sie 2025 mit einem Umsatzanteil von 45,55 Prozent.
Das Wachstum kommt dabei weniger über die Menge als über den Wert. Der rote Faden ist die Premiumisierung, getragen von der Humanisierung: Katzen gelten als Familienmitglieder, deren Ernährung ähnlich kritisch geprüft wird wie die eigene. 48 Prozent der deutschen Verbraucher:innen erklärten sich laut Mordor bereit, für nachhaltige und humanwertige Rezepturen Premiumpreise zu zahlen.
Verstärkt wird das durch eine demografische Verschiebung: Einpersonenhaushalte halten mit einer Quote von 34 Prozent deutlich häufiger Heimtiere als Mehrpersonenhaushalte (23 Prozent) – und geben überproportional viel für Premiumernährung und gesundheitsorientierte Produkte aus. Davon profitiert gerade die Katze, die sich an kleinere Wohnungen in urbanen Zentren besser anpasst als ein Hund.
Zwei Wachstumshebel
Zwei Kategorien stechen als Wachstumshebel für den Fachhandel heraus. Zum einen funktionelles Futter: Die Katzenernährung entwickelt…









