EU-Gesetzgebung

Plant EU Einschränkungen bei Tierarzneimitteln?

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Das Europäische Parlament hat einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, der das bisher geltende Tierarzneimittelgesetz erneuern oder sogar ablösen soll. Foto: succo, pixabay
20.03.2015

Das Europäische Parlament hat einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, der das bisher geltende Tierarzneimittelgesetz erneuern oder sogar ablösen soll. Grund dafür ist laut der Firma CD Vet die Vielzahl von Ergänzungen, die die Handhabbarkeit des bestehenden Gesetzes inzwischen sehr erschwert haben. Laut CD Vet sind die Ziele dieses Vorhabens wie die Verbesserung der Verfügbarkeit der Mittel, die Verminderung des Risikos von Antibiotikaresistenzen und die Stimulierung der Wettbewerbsfähigkeit zwar grundsätzlich zu begrüßen. Das Vorhaben berge allerdings auch Gefahren für Nicht-Pharma-Unternehmen. So wird im Neuentwurf des Gesetzes eine neue Bestimmung des Begriffs "Tierarzneimittel" definiert. Demnach soll ein solches Mittel ein Stoff sein, der eine der folgenden Anforderungen erfüllt: "Er wird zur Heilung oder zur Verhütung von Tierkrankheiten angeboten", und "er ist dazu bestimmt, im oder am tierischen Körper angewendet oder einem Tier verabreicht zu werden, um entweder die physiologischen Funktionen durch eine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkung wiederherzustellen, zu korrigieren oder zu verändern". "Dies hätte weitreichende Folgen, da somit alle Fragen rund um die Fütterung, Pflege und Reinigung zu Exklusivfeldern der Pharmaindustrie erklärt werden", so das Unternehmen. "Jegliche darüber hinaus gehende Beratung wäre somit illegal, da die Produkte als Präsentationsarzneimittel angesehen werden müssten." Durch dieses Gesetz würde somit die Wettbewerbsfähigkeit kleiner Unternehmen nicht nur erheblich eingeschränkt. Vielmehr wären diese auch in ihrer Existenz gefährdet. "Damit würde das Tierarzneimittelrecht zu einem Markenschutzrecht der Pharmaindustrie, welches Gewinnmargen durch kranke Tiere und deren Therapie und nicht durch deren Gesundheitsprävention fördert", so CD Vet. "Das Endergebnis wäre die Verhinderung einer gesunden Fütterung und Pflege und als Folge dessen, ein weiterhin unnötig hoher Arzneimittelbedarf in der Tierhaltung."
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