Mit einem Festakt hat Fressnapf gestern, am Mittwoch den 29.04., sein neues Logistikzentrum in Nörvenich offiziell eröffnet. Als bewusstes Bekenntnis des Unternehmens zum Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen und Deutschland, soll der neue Standort als zentrale Drehscheibe für Fressnapfs E-Commerce-Geschäft in Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und perspektivisch auch die Niederlande dienen.
Auf einer rund 140.000 m² großen Grundfläche hat Fressnapf in den letzten drei Jahren 80 Millionen Euro investiert und damit in Nörvenich eines der modernsten Logistikzentren Europas errichtet. Das etwa 72.000 m² umfassende Zentrum startet mit einer Kapazität von bis zu 40.000 versendeten Paketen pro Tag. Für den Kreis Düren und die umliegenden Kommunen stellt dies eine der bedeutendsten wirtschaftlichen Ansiedlungen der jüngeren Vergangenheit dar – Hendrik Wüst MdL, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, das Fressnapf-Management um Gründer und Mehrheitseigentümer Torsten Toeller, Standortleiter Andy Busch sowie Nörvenichs Bürgermeister Dr. Timo Czech begrüßten offiziell die Inbetriebnahme.

Modernste Technologien
Das neue Logistikzentrum, das laut Toeller in „time and budget“ rund 20 km entfernt von seinem Geburtsort errichtet wurde, spielt eine zentrale Rolle im Logistik-Netzwerk von Fressnapf. Als E-Commerce-Fulfillment-Hub Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg beliefert es Kund:innen in ganz Westeuropa und versorgt im B2B-Bereich alle europäischen Märkte auch mit Gefahrstoffprodukten. Der Standort Nörvenich ist direkt an die globalen Lieferketten von Fressnapf angebunden, einschließlich Lieferungen aus Asien und Nordamerika. Die Kombination aus moderner Lagertechnologie und der Nähe zu Zentral- und Vorschlaglagern verbessert die Lieferzeiten sowie die Warenverfügbarkeit für Kund:innen deutlich.
Den Kern des hochmodernen Logistikzentrums bildet ein vollautomatisches System mit AutoStore, das in der ersten Ausbaustufe 260 Roboter, 120.000 Behälter und eine Systemfläche von 7.000 m² umfasst. Ergänzt wird dies durch Behälter- und Paletten-Fördertechnik, Shuttle-Systeme und ein automatisches Sortiersystem.
Fressnapf hat beim Bau seines neuen Logistikzentrums konsequent auf Nachhaltigkeit gesetzt. Es ist nach dem DGNB-Platinstandard zertifiziert, die Beheizung erfolgt ausschließlich über moderne Wärmepumpentechnik, während eine Photovoltaikanlage mit bis zu 5,4 MW Leistung zur Stromversorgung beiträgt. Weitere Details wie eine Dachbegrünung mit Regenwassersammlung und Insektenhotels, Ladestationen für Autos und Fahrräder sowie besonders ergonomisch gestaltete Arbeitsstationen runden die nachhaltige Ausrichtung ab.
Blick in die Zukunft
Mit Blick auf die Zukunft bietet der Standort Nörvenich weiteres Ausbaupotenzial. Die Kapazitäten können von aktuell 40.000 auf 60.000 Pakete pro Tag erhöht werden, und der langfristige Personalbedarf kann auf bis zu 800 Mitarbeiter:innen ansteigen. Neue Technologien, darunter Pick-Roboter für den Kommissionierungsprozess, sind ebenfalls in Planung. Langfristig soll in Nörvenich eine voll europäische E-Commerce-Hubstruktur für den B2C-Bereich etabliert werden.
Ein ausführlicher Bericht folgt in pet 6-7/2026.














