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Zoofachhandel unter Druck

Nachdem Deutschland nun fast flächendeckend mit Fressnapf- und Futterhaus-Märkten versorgt ist, ist nun verstärkt der Nachbar dran. Viele befürchten nun, Probleme zu bekommen: Denn die traditionelle Form des örtlichen Zoofachhandels mit meist nur kleinen Ladenflächen ist in Österreich noch sehr stark ausgeprägt

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„Wir werden wohl ums Überleben kämpfen müssen“, betonte ein in Linz ansässiger Zoofachhändler auf pet-Anfrage, nachdem er sich den jüngst eröffneten ersten Fressnapf-Franchisemarkt angeschaut hat. Doch auch in Vorarlberg und dem Inntal, zwei für den Zoofachhandel sowieso nicht ganz unproblematische Gegenden, wird das neue Engagement von Fressnapf und Futterhaus mit Besorgnis gesehen. Tatsächlich scheint sich nun in Österreich zu wiederholen, was der deutsche Einzelhandel schon vor Jahren durchgemacht hat. Innovative Fachhändler aber haben es damals als Motivationsschub verstanden, das eigene Geschäft auf die neue Herausforderung einzustellen.
Es sind die kleinen Zoofachhändler, die die Konkurrenz durch den großen Discounter fürchten.
Auch in Österreich werden einige Fachhändler die Not zur Tugend machen müssen: So sieht ein namhafter Großhändler für Heimtiernahrung das Vorpreschen von Fressnapf als große Chance für die österreichische Fachhandelslandschaft, die oftmals alteingesessenen Fachgeschäfte auf einen modernen Level zu bringen und mit zeitgemäßen Wegen und Möglichkeiten der Warenpräsentation und des Service zu führen. Denn sonst mache es der Discounter vor ihnen, und dann sind sie weg vom Fenster. Derjenige Händler jedoch, der den Discounter nur als „den großen Feind, der alles niedermäht“ sieht und deshalb den Kopf in den Sand steckt, ist von vorneherein zur Aufgabe bestimmt. Und dass der österreichische Markt nicht mehr genügend Potenzial für neue Märkte bietet, sei ja auch nur ein Gruselmärchen, berichtet der Großhändler weiter. Das habe ganz besonders deutlich ein Beispiel aus der Vergangenheit gezeigt, bei dem ein Discounter vis-à-vis zu einem kleinen Shop eröffnete. Doch beide Geschäfte gäbe es heute noch, der Shop beziehe sogar nach wie vor seine üblichen Mengen an Futter.
Den österreichischen Markt hat Fressnapf schon lange für sich entdeckt. Expansionspläne werden nun massiv vorangetrieben.
Ein anderer, in Wien ansässiger Großhändler hält die angekündigte Zahl von bis zu 80 Fressnapf-Märkten in Österreich für „zu hoch gegriffen“. Natürlich sei in verschiedenen Teilen des Landes noch Platz für den einen oder anderen Markt, doch bei 300 Zoofachgeschäften im Land seien die ertragsreichsten Gebiete doch längst versorgt. Dennoch werde bestimmt ein harter Preis-Wettbewerb entbrennen und kleine Fachgeschäfte, die einen Discounter in die Nähe bekommen, werden ganz bestimmt auch Probleme zu lösen haben. Doch da ist, wie so oft, die Flexibilität des…
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