pet plus

"Die Terraristik wächst weiter"

Jürgen Hoch im pet-Gespräch: Warum der Zoofachhandel stärker auf die Terraristik setzen sollte und wo bei den Tierbörsen die Hauptprobleme liegen.
pet immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1996
Abonnement Print & Online
Testangebot
Direkt weiterlesen
Wie haben sich im vergangenen Jahr 2009 bei Ihnen die Geschäfte entwickelt? Wir konnten 2009 wie auch in den vergangenen Jahren eine deutliche Umsatzsteigerung erzielen. Der Löwenanteil des Wachstums wird mit unserer Eigenmarke "Lucky Reptile" generiert, wo wir mit über 30 Prozent im Jahr wachsen. Aber auch mit "Zoo Med" und anderen Marken konnten wir Wachstum erzielen. Der Lebendtierbereich unterliegt starken Wandlungen, weswegen wir hier verstärkt auf Konzepte für den Zoo- fachhandel wie "Neue Arten braucht das Land" setzen, mit denen sich der Zoofachhandel auf seine Kunden optimal einstellen und sich auch gegenüber Züchtern und Börsen deutlich besser positionieren kann. Wie hat sich Ihrer Meinung nach 2009 die Terraristik in Deutschland im ganzen entwickelt? Leider gibt es ja keine wirklich zuverlässigen Daten. Laut Industrieverband Heimtierbedarf ist die Anzahl an Terrarien in deutschen Haushalten seit Jahren stabil. Wir gehen aber mittlerweile von einer deutlich höheren Anzahl an Terrarianern aus. Allein unser Wachstum und das Feedback vieler Zoofachhändler deuten darauf hin, dass die Terraristik in Deutschland wächst. Da auch die Zahl der Marktteilnehmer zugenommen hat, ist von einem deutlichen Wachstum auszugehen.
Sie wagten in einem früheren Interview mit unserer Zeitschrift die Prognose, dass die Terraristik in den kommenden Jahren vielleicht mal die Rolle der Aquaristik einnehmen wird. Halten Sie an dieser Meinung weiterhin fest? Dieser Meinung bin ich immer noch. Wir haben solides Wachstum und mittlerweile praktisch alle Kundengruppen für die Terraristik erschlossen. Grundsätzlich sind sich Aquaristik und Terraristik in den Eigenschaften recht ähnlich. Wir können aber feststellen, dass wir im Gegensatz zur Aquaristik in der Terraristik offensichtlich keine Nachwuchsprobleme haben, sondern tatsächlich die Jugend mobilisieren können. Und nicht nur die, sondern eine Vielzahl an weiteren Bevölkerungsschichten. Das lässt für die Zukunft hoffen, und ich kann nur jedem Händler raten, auf die Terraristik zu setzen. Allerdings muss man das dann auch richtig machen. Entweder in einer professionellen Terraristikabteilung mit entsprechend großer Produktauswahl oder mit einer Nischenpräsentation. Auch wegen der ständigen Angriffe von Peta & Co. auf den Zoofachhandel ist es für diesen interessant, sich stärker auf die Terraristik zu konzentrieren. Zwar sind Reptilien als "Exoten" im besonderen Fokus. Wenn man das aber nüchtern betrachtet, dann sind gerade…
Zur Startseite
Lesen Sie auch