Geschwülste bei Heimtieren,
Bei Heimtieren, die gut ernährt und versorgt werden, treten Geschwülste oft als Alterserkrankungen auf. Foto: CALLALLOO CANDCY, Fotolia.
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Dr. Rolf Spangenberg

Geschwülste bei Tieren

Bei Heimtieren treten die gefürchteten Geschwülste recht häufig auf. Das hängt auch damit zusammen, dass sie gut ernährt und versorgt und so sehr alt werden. Details nennt Tierarzt Dr. Rolf Spangenberg.
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Geschwülste, also unkontrollierte Gewebswucherungen, sind bei Mensch und Tier gefürchtet. Man un­ter­schei­det gut­artige (be­nig­ne) und bösartige (maligne) Tu­more. Uns Studenten erklärte ein Professor den Unterschied ein­mal anschaulich so: "Der gut­artige Tumor wächst wie eine Kartoffel im Erdreich, sie drückt die Erde beiseite; der bös­artige wie eine Pflanze mit vielen Wurzeln, die in die Um­gebung hineinwächst." Gut­ar­ti­ge Tumore kennt man bei­spiels­weise als Grützbeutel, Fett­ge­schwüls­te oder Warzen; bös­artige als Krebs mit vielen Er­schei­nungs­formen.
Beim Menschen treten Ge­schwüls­te zwar in jedem Le­bens­alter auf, doch vor allem in höheren Jahren. Deshalb ist Krebs schein­bar häufig, weil wir Menschen heutzutage so alt werden. Doch wie sieht es bei Tieren mit Tumoren aus? Bei Hai­fischen sind Geschwülste nahezu un­be­kannt. Deshalb findet man oft Medikamente auf der Basis von Hai­organen in der Volksmedizin - leider ohne ernst zu nehmenden Wirkungs­nachweis. Auch Schafe haben nur selten Tumore, deshalb wird eifrig Schafsmilch getrunken und Schafskäse gegessen, vielleicht beugt es ja irgendwie dem Krebs vor ...
Unsere landwirtschaftlichen Nutz­tiere haben kaum Ge­schwüls­te, weil sie dafür viel zu früh ge­schlach­tet werden. Bei Wild­tieren kom­men sie eben­falls selten vor, denn die werden ja nicht sonder­lich alt. Bei unseren Heimtieren, die gut ernährt und versorgt werden, treten Geschwülste dagegen leider oft als Alterserkrankungen auf. Das betrifft Hunde und Kat­zen, aber auch Ziervögel und Fi­sche. Ganz besonders häufig sind Ge­schwüls­te aller Art, be­sonders bösartige bei Ratten und auch Mäu­sen. Des­wegen sind diese Nager bei Forschern auch so beliebt, weil sie an ihnen Stoffe auf ihre eventuelle krebs­erzeugende (kanzerogene) Wirkung  testen können. Dazu eine Geschichte: Vor Jahren ge­rie­ten in Deutschland Vogel­hal­ter in den Fokus der Auf­merk­sam­keit. Sie hatten, angeblich durch den Federstaub, häufiger Lungenkrebs als andere. Dann entdeckte man, dass die Vogel­freunde oft starke Raucher sind. Das Krebs­risiko durch Ziervögel verschwand dann aus der Presse. 

Behandlung wie beim Menschen

Und wie behandelt man Ge­schwüls­te bei Tieren? Wie auch beim Menschen mit Stahl (Operation) - Chemo (Chemo­therapie…
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