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Geht’s dem Meerschweinchen gut oder nicht so gut? Nicht immer lässt sich das Wohlbefinden von Tieren einfach ermitteln. Foto: Pixabay, vantagepointfl
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ZZF-Symposium

"Geht's denen gut?"

Was verrät das Verhalten von Heimtieren über ihr Wohlbefinden? Darum ging es beim jüngsten ZZF-Symposium, zu dem über 100 Fachbesucher nach Kassel kamen.
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Die Tagung war eine Gemeinschaftsveranstaltung des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), des Arbeitskreises 8 der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) und des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT). 60 Prozent der Teilnehmer waren Tierärzte, die übrigen Zoofachhändler, andere Branchenakteure und Wissenschaftler. Das Motto der Veranstaltung lautete "Denen geht's doch gut! - Geht's denen gut? Verhalten von Heimtieren als Maßstab für das Wohlbefinden".

Auffälliges Verhalten

Nach der Begrüßung durch ZZF-Vorstandsmitglied Ute Klein präsentierte Diplom-Biologe Jürgen Hirt wissenschaftliche Untersuchungen zu auffälligem Verhalten von Nagetieren. Seiner Ansicht nach sind zur Deutung von Verhalten Artkenntnis und Wissen über das Individualverhalten der Tiere unabdingbar. Björn Jordan, Vorsitzender der BAG Kleinsäuger, eines Zusammenschlusses von Haltern einheimischer und exotischer Kleinsäuger, erläuterte, wie man normales Verhalten von Kleinsäugern in der Praxis interpretiert. Die Kunst sei, so sagt er, die richtigen Schlüsse aus den natürlichen Verhaltensweisen zu ziehen und diese in der Heimtierhaltung zu berücksichtigen. Seiner Ansicht nach ist eine Kopie der natürlichen Lebensräume für eine artgerechte Heimtierhaltung nicht notwendig, da für die meisten Tiere nur einige Aspekte ihres natürlichen Lebensraumes relevant seien.
Welche Hinweise zum Verhalten von Ziervögeln wichtig für die tierärztliche Behandlung sind, erklärte Torsten Moerke-Schindler, Tierarzt an der Klinik für Vögel und Reptilien an der Universität Leipzig. Auffälliges oder verändertes Verhalten bedeute nicht zwangsläufig, dass es dem Tier schlecht gehe. In der Mauser oder der Fortpflanzungszeit zeigten Vögel immer ein abweichendes Verhalten. Deshalb seien bei einer Beurteilung über das Wohlbefinden die  Lebensphase und die hormonelle Situation des Tieres zu berücksichtigen. Eine gründliche Anamnese sei wichtig, weil Vögel ihre Erkrankung möglichst lange verbergen.
Diplom-Biologin Hildegard Niemann setzte in ihrem Referat den Schwerpunkt auf die Vogelbeobachtung. Anhand verschiedener Beispiele zeigte sie, worauf es bei der Haltung und den Beschäftigungsmöglichkeiten ankommt. Eine abwechslungsreiche Gestaltung von Volieren steigere das Wohlbefinden von Ziervögeln, meint sie.

Falsche Urteile von Haltern

Die stellvertretende TVT-Vorsitzende Dr. Silvia Blahak widmete sich in ihrem Vortrag dem auffälligen Verhalten von Reptilien und Amphibien. Um das Verhalten richtig…
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