Die Zahl der Kassen im deutschen Handel sinkt. Schon vor sechs Jahren wurde die Grenze von einer Million installierter Checkout-Systeme unterschritten. Inzwischen sind es noch 904.300. Denn auch die Zahl der Handelsbetriebe sinkt. Ende 2025 waren es noch 473.700. Diese Zahlen aus der EHI-Studie “Checkout-Trends 2026“ haben die Autoren Imke Hahn und Çetin Acar in einem Pressegespräch auf der EuroShop erläutert.
Der Kostendruck auf die Betriebe zeigt sich auch im steigenden Alter der eingesetzten Systeme. Die Hardware ist im Schnitt 5,9 Jahre als (2024: 5,5 Jahre). Dabei spielt auch eine Rolle, dass die Hardware inzwischen immer modularer ist. „Sie kann partiell erneuert und erweitert werden“, sagte Acar.
Auch die Software wird länger eingesetzt als früher, aktuell ist sie 6,9 Jahre im Dienst (2024: 6,4 Jahre). Am häufigsten, nämlich bei 50 Prozent der Geräte, läuft als Betriebssystem Microsoft, in 46 Prozent der Fälle ist es Linux.
Smarte Einkaufswagen werden bereits von 14 Prozent der Betriebe eingesetzt, 30 Prozent haben das vor. „Vorher war das ein bisschen ein Randthema“, sagte Hahn. Als feste Bestandteile von Checkout-Konzepten etabliert haben sich bereits Self-Service-Systeme.
Insgesamt, so die Expertin, werden an die Checkout-Systeme immer höhere Anforderungen gestellt. 60 Prozent der von EHI befragten Unternehmen sehen hier Handlungsbedarf, um den Check-out-Prozess mithilfe von KI-basierten Anwendungen zu optimieren. Im Jahr 2024 waren es noch 33 Prozent.
Hochwertiges Ladenbild
Der Einzelhandel aller Branchen investiert in seine Läden, zeigt eine weitere Studie des EHI. Bei den Befragten steht Bestandsoptimierung vor Neueröffnung. Die Gesamtinvestitionen des Einzelhandels in Deutschland für den Neu-, Aus- und Umbau seiner Geschäfte belaufen sich 2025 auf 7,02 Mrd. Euro – im Vergleich zu 2023 entspricht dies einem Rückgang um 2,1 Mrd. Euro oder 23 Prozent.
Fragestellungen der Nachhaltigkeit – darunter eine längere Haltbarkeit von Ladeneinrichtungen, Materialänderungen und -einsparungen und die Weiterverwendung von Ladeneinrichtungen – ergaben: Die nutzen nach Umbauten und konzeptionellen Weiterentwicklungen im Schnitt 50 Prozent ihrer Einrichtungen weiter, 42 Prozent von ihnen haben bereits eigene zirkulare Systeme aufgesetzt oder kooperieren mit jenen Lieferanten, die dies für ihre Produkte anbieten.
Neben wachsenden Anforderungen an ein Upcycling des Ladenbaubestands sind die Erwartungen des Handels an die Innovationsfähigkeit und technische…











