Moderate Zuwächse vermeldet Ralph Leitner, Großhändler und Händler in Oberösterreich.
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Heimtiermarkt Österreich

Zwischen Peak und Premium

Österreichs Heimtiermarkt hat seinen Zenit überschritten – doch wo die Haushaltszahlen bröckeln, behauptet sich der Zoofachhandel mit Beratung, Premium und Katzenkompetenz. 
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Die gute Nachricht steckt in einer nüchternen Zahl: Rund 42 Prozent der österreichischen Haushalte halten ein Heimtier. Die weniger gute: Der Wert sinkt. In 15 Prozent der Haushalte lebt ein Hund, in 26 Prozent eine Katze – hochgerechnet 772.000 Hunde und knapp 1,966 Millionen Katzen. Kommerzialrat Andreas Popper, Vorsitzender des Österreichischen Zoofachhandels in der Wirtschaftskammer, bringt die Stimmung auf den Punkt: „Wir sehen den Peak der Heimtiere überschritten, das heißt rückläufig.“

Als Bremsen wirkten zunehmende Bestimmungen wie Meldevorschriften und verpflichtende Sachkundekurse, die „immer mehr Barrieren zur Tierhaltung schaffen und beispielsweise ältere Personen von der Heimtierhaltung ausschließen. Dazu komme eine Gesellschaft, die „ungebunden leben und Freizeit genießen“ wolle, und der Weg „weg von der Natur hin zur digitalen und virtuellen Realität“.

Umso wichtiger wird, wo das verbliebene Geschäft gemacht wird – und da hält sich der Fachhandel wacker: Beim Hundefutter ist der Zoofachhandel mit 42 Prozent der relevanteste Kanal, so Popper, noch vor Supermarkt, Diskont und Hypermarkt, E-Commerce, Drogerie und Tierarzt. Beim Katzenfutter liegt der Fachhandel mit 19 Prozent hinter dem Supermarkt, aber vor Hypermarkt, Diskont, Drogerie und E-Commerce. Zum Gesamtmarkt kursieren nur ältere Werte: 2020 lag der Tierbedarfsmarkt bei rund 1,04 Milliarden Euro, der Online-Anteil bei etwa zwölf Prozent – über Omnichannel-Konzepte real höher.

Gründungen und Schließungen halten sich seit Jahren die Waage.
Andreas Popper, Vorsitzender des Österreichischen Zoofachhandels in der Wirtschaftskammer

 Die Zahl der Geschäfte bleibt erstaunlich stabil. „Gründungen und Schließungen halten sich seit Jahren die Waage“, berichtet Popper. Rund 1.000 Handelsoutlets zählt die Branche, Tierärzte und Tiersalons mit einschlägigem Sortiment eingerechnet. Der Anteil der Lebendtiergeschäfte schrumpft aber kontinuierlich auf mittlerweile maximal zehn Prozent.

Die Sorgen sind trotzdem konkret. Als „zunehmend stärkste Bedrohung“ nennt Popper den Onlinehandel, der dem stationären Handel margenstarke Ertragsbringer wie Aquarien, Filter oder Kratzbäume abgräbt. Kleinstrukturierte Betriebe seien oft kapitalschwach und könnten kaum in Renovierung, Standortwechsel oder Großflächen investieren, während Fixkosten für Energie und Miete drücken. Hinzu kommt der Fachkräftemangel: „Es gibt mittlerweile überhaupt Probleme, Personal im Handel zu finden“, so Popper – schwere Arbeiten wie das…

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