Mit deutlichen Worten reagiert der Deutsche Tierschutzbund auf die vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) angekündigte Neuordnung. Die Strukturreform, die am 1. März in Kraft tritt, soll laut Bundesminister Alois Rainer effizientere Abläufe schaffen und das Ministerium an seinen politischen Prioritäten ausrichten. Künftig wird das Haus in sieben statt bisher acht Abteilungen organisiert – mit Schwerpunkten auf Agrarhandel, Ernährung, Nachhaltigkeit und Heimatpolitik.
Kritisch sieht der Deutsche Tierschutzbund, dass der Tierschutz in der neuen Struktur keine eigenständige oder deutlich hervorgehobene Rolle erhält. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, erklärte, Rainer habe erneut die Chance verpasst, den Tierschutz als zentralen Bestandteil einer zukunftsfähigen Landwirtschaftspolitik zu verankern. Stattdessen stehe die Exportstrategie im Mittelpunkt, die vor allem auf internationale Wettbewerbsfähigkeit ziele und damit das Risiko berge, das Tierwohl weiter in den Hintergrund zu drängen.
Dies stehe auch im Widerspruch zu den einstimmigen Beschlüssen der Zukunftskommission Landwirtschaft, die eine Reduzierung des Konsums und der Produktion tierischer Lebensmittel anstrebt, so Schröder.













