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Produkte für Nager - pet-Umfrage

Ende eines langen Abschwungs?

Im Corona-Jahr 2020 scheint der Nagermarkt nach einem mehrjährigen Umsatzrückgang einen Umsatzschub zu be­kommen, wie er vor Beginn der Pandemie nicht zu erwarten war. Dies geht aus einer pet-Umfrage unter führenden An­bietern von Nagerprodukten hervor.
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Das Frühjahr war bestimmt von Bevorratungskäufen vieler Nagerbesitzer. Vor allem Heu und Streu waren vor und während des Lockdowns sehr begehrt. "Zu Beginn der Corona-Pandemie konnten wir im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung der Auftragslage um bis zu 30 Prozent verzeichnen", stellt Stefan Ruisinger, Geschäftsführer der JR Farm, fest. Was ihn besonders freut ist, dass auch die Sommerperiode ungewöhnlich gut gelaufen ist, nicht nur bei Alleinfutter und Heu, sondern auch bei Snacks, die ähnlich stark wie Alleinfutter nachgefragt würden. "Die Nachfrage schnellte in den Monaten des Corona-bedingten Shutdowns in die Höhe. Jetzt, nach Urlaubsende, pendelt sie erwartungsgemäß auf einem niedrigeren Niveau", beschreibt Jürgen Knoll, Geschäftsführer von Skyline Pet Products, seine Erfahrungen.   

Corona-Effekt?

Vermutlich ist die gute Stimmung unter den befragten Anbietern von Nagerprodukten nicht nur mit dem Corona-Effekt zu erklären. Sicher, die Nachfrage nach Heimtieren, auch nach Nager, hat in Zeiten von Home-Office, Enthaltsamkeit oder Beschränkung beim Urlaub und Kurzarbeit zugenommen. "Die Menschen hatten nun mehr Zeit, waren flexibler und erfüllten sich eher den Wunsch nach einem eigenen oder weiteren Heimtier. Auch das Alleinsein könnte ursächlich für die verstärkte Nachfrage nach Heimtieren gewesen sein", erklärt Jennifer Ahrens, Produktmanagerin bei Trixie - eine Einschätzung, die andere Industrieunternehmen und auch der Zoofachhandel teilen.
"Zu Nagetieren lässt sich sehr viel Nähe aufbauen, etwas, das die Menschen ja vermisst haben", erklärt Jürgen Knoll. Schon vor der Corona-Zeit war allerdings der Kleinsäugermarkt in Bewegung. "Der in der gesamten Heimtierbranche erkennbare Trend zu Premiumprodukten und einer Ernährung nach den Bedürfnissen der verschiedenen Tierarten hat auch das Nagersegment erreicht", freut sich Gregory Lievens, Produktmanager Nager bei Versele Laga. Und die Nachfrage nach natürlichen Futtermittelzutaten bleibt ungebrochen. "Farbstoffe, künstliche Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe sind out", sagt er.
"Nature beats science", meint auch Dieter Meyer, Leiter für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit bei Vitakraft. Schon vor dem Ausbruch der Pandemie haben sich Nagerprodukte im Unternehmen positiv entwickelt. "Besondere Treiber waren bei uns Hauptfutter und Snacks, wobei hier neben dem neuen Verpackungsauftritt auch die Optimierung der Rezepturen ausgesprochen gut angenommen wurde." Auch seit dem Ende der Bevorratungsphase im Mai…
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