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Die Aquaristikbranche muss umdenken

Eine Verbraucheruntersuchung der Firma Hagen kam zu einigen überraschenden Erkenntnissen über bestehende und potenzielle Aquarienbesitzer. Demzufolge muss die Aquaristikbranche in einigen Punkten umdenken.
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Wer schafft sich überhaupt ein Aquarium an? Welche Gründe sind dafür entscheidend? Gibt es regionale Unterschiede bei der Verbreitung von Aquarienbesitzern? Darum geht es in einer Studie der Firma Hagen, die dazu dient, mehr Wissen über die Aquarienbesitzer in Deutschland zu bekommen. Dabei griff das Unternehmen auf ein repräsentatives Verbraucherpanel von 32.000 Haushalten zurück, selektiert nach dem Merkmal Fisch-/Aquarienbesitz, und befragte darüber hinaus 400 Haushalte in bestimmten Fokus-Gruppen. „Es ist eine Herausforderung für Hersteller und den Handel, in Zukunft den Endverbraucher noch besser zu beleuchten und seine Bedürfnisse sowie die Motiv­gewichtung zu verstehen. Einfach gesagt: Wir wollen gemeinsam mit unseren Handelspartnern den letzten Meter zum Endverbraucher schließen“, erklärt Christian Parbs, Geschäftsführer von Hagen Deutschland. Die Ergebnisse dieser Studie sollen kontinuierlich in die Produktentwicklung und Marketingmaßnahmen einfließen. Aquaristik stark auf dem Land Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Aquaristik vor allem in ländlichen Regionen und in Stadtrandlagen als Hobby betrieben wird. In Städten selbst spielt die Aquaristik dagegen eine geringere Rolle, was vor allem mit der dort im Durchschnitt kleineren Wohnfläche zusammenhängt. Die Bundesländer mit den meisten Aquarianern sind Thüringen und das Saarland. Die meisten Aquarienbesitzer (55 Prozent) verfügen auch über andere Heimtiere. Nach wie vor dominieren bei den Aquarienbesitzern die Männer mit einem Anteil in Höhe von 57 Prozent. Vor allem Männer bis 39 Jahre sind überproportional häufig Aquarianer, was die oft zu hörende Behauptung, dass die Aquaristik ein Nachwuchsproblem habe, widerlegen würde. Der Untersuchung zufolge sinkt das Interesse an der Aquaristik bei Männern ab einem Alter von 40 Jahren sogar kontinuierlich. Die Aquaristik als eine Beschäftigung für Rentner – nichts anderes als eine Mär! Bei Frauen stellt die Studie von Hagen fest, dass es vor allem in der Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren überproportional viele Aquarienbesitzerinnen gibt. Ihr Interesse hält sich offenbar länger als bei Männern, sackt aber dafür im Alter umso stärker ab. Auch mit der weit verbreiteten Meinung, dass die Aquaristik vor allem sozial Schwache und Ungebildete anspricht, macht die Untersuchung von Hagen Schluss. Im Gegenteil: Statistisch gesehen, verfügen Frauen mit Aquarien sogar über einen höheren Bildungsgrad als Frauen, die kein Aquarium besitzen. Männliche…
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